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Autorenarchiv: Brigitta Höpler

Wiedner Wege

Das langsame Hineinwachsen in die Stadt, so ein Gefühl, in der Stadt zu Hause zu sein, beginnt früh – in einem Hof im 4. Bezirk, unter einem Kastanienbaum an der Klopfstange hängend, kopfüber schaukelnd, bis das Kastaniengrün, das Häusergrau und das Himmelblau verschmelzen und die Welt sich dreht. Erste Wege, alleine gegangen, führen über die […]
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Dezembermorgen

Sie macht sich Tee. Sie sitzt nur da. Sie hält die Tasse. Sie mag die Wärme. Sie spürt die Kälte. Sie lässt die Nacht. Sie lauscht den Bäumen. Sie trinkt einen Schluck. Sie weckt das Herz. Sie traut dem Grau. Sie formt den Tag. Sie trinkt einen Schluck. Sie sucht das Weite. Sie denkt das […]
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Eine Begegnung und eine Entfaltung

Über das Künstlerbuch von Beatrix Mapalagama mit einem Text von Brigitta Höpler Uns verbindet das Interesse am Raum, am Textilen, am Text – im Sinne des lateinischen Wortursprung texere – verbinden, verweben, verknüpfen und die Liebe zu handgeschöpftem Papier, das oft auch eine textile Struktur hat. Nach zahlreichen inspirierenden Begegnungen und Gedankenaustausch dann die Idee, […]
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(W)ORTE – Textsequenzen

20.5.2015, Wienzeile, Ansichtskarten schreiben, und Wienzeilen. Die Blumen wachsen das Majolikahaus hinauf. Ungehört die Ruferinnen. Im Nachbarhaus konnte Otto Wagner in einer Badewanne aus Glas liegen. Gläserne Bodenplatten hatten die Balkone des Plecnik-Hauses in der Steggasse. Geträumte Blicke in den Fluss. 16.5.2015, Ruprechtskirche, 1010 Wien Manche bleiben für eine Weile, andere drehen nur eine schnelle […]
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Kleine Sperlgasse, 1020 Wien

  Zum Tempelhüpfen braucht es nur einen kleinen Platz auf einer asphaltierten Fläche, wie hier vor der Schule, und eine Kreide zum Aufmalen des Tempels. Dieses alte Kinderspiel wird auch Paradieshüpfen oder Himmel und Hölle genannt. Die Mitspieler hüpfen auf einem Bein nach ausgemachten Regeln durch das Spielfeld in den Himmel und wieder zurück zur Erde. […]
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Erinnerungsprojekte verbinden. (W)ORTE-Stadtschreiben mit never/forget/why

„Ein Prozess, der Räume um Räume aufmacht, wie jedes Erinnern.“ (Gertrude Moser -Wagner zu dem Projekt Veza lebt) Eine Kooperation von (W)ORTE-Stadtschreiben, NEVER/FORGET/WHY und m&m production; Kleine Sperlgasse 2a, Tempelgasse, 1020 Wien Dieses „Räume um Räume aufmachen“ bewirkt etwas.  (W)ORTE-Stadtschreiben wird  aufmerksamer, weiter, tiefer im Versuch, das Textgewebe der Stadt aufzugreifen, sichtbar zu machen, weiterzuspinnen. Text und Textil […]
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Unterwegs – für Margit Wagner

Die Reiseschriftstellerin wohnte in einem Haus in der Nähe von einem See. Mit ein paar Bildern und ausgewählten Büchern, vor allem über Irland, Schottland, Jura. Mit vielen Manuskripten und Fotos ihrer diversen Filmreisen. Ich half ihr, das alles zu ordnen. Lange Jahre hat sie Reisefilme gemacht, die wir miteinander immer wieder angeschaut haben: Das Jahr […]
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Im Schreiben das Weite suchen – über mein Seminar Wortschätze

„Erschrick nicht, ich bin dein Herz und komme auf Besuch“ dieser Satz des Künstlers Dominik Steiger bringt mein Schreibseminar Wortschätze auf den Punkt: im Schreiben eine überraschende, aufregende, inspirierende Begegnung mit sich selbst erleben. Wach werden, mitten in der Wachheit. Auf einem Blatt Papier ist alles, wirklich alles möglich. Ich kann mich ausdehnen, ausruhen oder […]
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Andere Bilder nicht mit Grenze

1 Ein Bildhauer zieht seine Linie in den Stein. „Des Unterbrechens Sinn ist das Weiterführen“. Sebastian Prantl geht mit uns über den Hügel von St. Margarethen, zieht mit Worten Erinnerungslinien von Stein zu Stein und darüber hinaus – sie verbinden Zeiten und Kontinente. 2 Im Regen gehen wir über den Hügel, Bilder tauchen auf, in […]
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Die Kunst der Begegnung – über den Journalisten, Autor und Reisenden Uwe Mauch

Uwe Mauch ist viel unterwegs, täglich überquert er mit seinem Fahrrad oder mit der Schnellbahn die Donau auf dem Weg von seiner Wohnung in Floridsdorf in die Zeitungsredaktion. Dieses Unterwegs-sein macht ihn sensibel für die Wahrnehmung mentaler Grenzen in einer Stadt: „Die Donau ist so eine Grenze. Floridsdorf ist für viele Wiener weit weg. Und […]
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  • Text und Raum, Weben und Wirken

    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.