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Autorenarchiv: Brigitta Höpler

Biografische Einschreibungen in Wiener Kaffeehäuser

Meine Biografie könnte ich – wie wahrscheinlich viele Menschen in Wien – in großen Teilen entlang von Kaffeehäusern erzählen. Der Schriftsteller Herbert J. Wimmer entwirft im Gedicht „café gerstl“ ein Gesprächsnetz mit  Elfriede Gerstl „im café-gedicht als mindmap einer kommunikation und ihrer verteilung über die stadt der gesprächsorte mit elfriede erscheinen cafés die es noch […]
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Eine Begehung, eine Beschreibung

„Die Spiele der Schritte sind Gestaltungen von Räumen. Sie weben die Grundstrukturen von Orten.“ (Michel de Certeaux) Die Topographie einer Landschaft (Topos, griechisch der Ort; grefein, schreiben) ist Beschreibung Einschreibung Umschreibung Durchschreibung Abschreibung das in Orte eingeschriebene, eingegangene Wege sind Gewohnheiten einer Landschaft, gemeinschaftliches, einvernehmliches Tun, – alleine einen Weg anlegen ist schwierig. Wege sind Verbindungen […]
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Gehen lernen – zum Fotoprojekt MovingForward von Maria Wipplinger

„Wie geht’s dir?“ „Danke, es geht“. Vielleicht sollten wir besser antworten: „Danke, ich gehe“. Ich bewege mich vorwärts. MOVING FORWARD nennt Maria Wipplinger ihr Fotoprojekt, begonnen im Frühling 2016, basierend auf ihren Erlebnissen des Gehens, von dem sie heute hier in der Gruppe 94 Fotos zeigt. 21 x 21 cm, auf Karton aufkaschiert, zu Serien zusammengestellt. […]
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Bratislavaflanerie

Nur ein wenig die Donau ostwärts. Mit der Schnellbahn, mit dem Auto keine Stunde entfernt: Bratislava. Und überhaupt sehr nahe. Eine Vertrautheit, ein Gefühl von „Zu-Hause-sein“ stellt sich ein, das ich schon aus Ljubljana und Zagreb kenne. In einem Interview zum 60-jährigen Bestehen der EU machte sich der Schriftsteller Peter Menasse in einem Interview Gedanken […]
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Wiedner Wege

Das langsame Hineinwachsen in die Stadt, so ein Gefühl, in der Stadt zu Hause zu sein, beginnt früh – in einem Hof im 4. Bezirk, unter einem Kastanienbaum an der Klopfstange hängend, kopfüber schaukelnd, bis das Kastaniengrün, das Häusergrau und das Himmelblau verschmelzen und die Welt sich dreht. Erste Wege, alleine gegangen, führen über die […]
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Dezembermorgen

Sie macht sich Tee. Sie sitzt nur da. Sie hält die Tasse. Sie mag die Wärme. Sie spürt die Kälte. Sie lässt die Nacht. Sie lauscht den Bäumen. Sie trinkt einen Schluck. Sie weckt das Herz. Sie traut dem Grau. Sie formt den Tag. Sie trinkt einen Schluck. Sie sucht das Weite. Sie denkt das […]
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Eine Begegnung und eine Entfaltung

Über das Künstlerbuch von Beatrix Mapalagama mit einem Text von Brigitta Höpler Uns verbindet das Interesse am Raum, am Textilen, am Text – im Sinne des lateinischen Wortursprung texere – verbinden, verweben, verknüpfen und die Liebe zu handgeschöpftem Papier, das oft auch eine textile Struktur hat. Nach zahlreichen inspirierenden Begegnungen und Gedankenaustausch dann die Idee, […]
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(W)ORTE – Textsequenzen

20.5.2015, Wienzeile, Ansichtskarten schreiben, und Wienzeilen. Die Blumen wachsen das Majolikahaus hinauf. Ungehört die Ruferinnen. Im Nachbarhaus konnte Otto Wagner in einer Badewanne aus Glas liegen. Gläserne Bodenplatten hatten die Balkone des Plecnik-Hauses in der Steggasse. Geträumte Blicke in den Fluss. 16.5.2015, Ruprechtskirche, 1010 Wien Manche bleiben für eine Weile, andere drehen nur eine schnelle […]
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Kleine Sperlgasse, 1020 Wien

  Zum Tempelhüpfen braucht es nur einen kleinen Platz auf einer asphaltierten Fläche, wie hier vor der Schule, und eine Kreide zum Aufmalen des Tempels. Dieses alte Kinderspiel wird auch Paradieshüpfen oder Himmel und Hölle genannt. Die Mitspieler hüpfen auf einem Bein nach ausgemachten Regeln durch das Spielfeld in den Himmel und wieder zurück zur Erde. […]
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Erinnerungsprojekte verbinden. (W)ORTE-Stadtschreiben mit never/forget/why

„Ein Prozess, der Räume um Räume aufmacht, wie jedes Erinnern.“ (Gertrude Moser -Wagner zu dem Projekt Veza lebt) Eine Kooperation von (W)ORTE-Stadtschreiben, NEVER/FORGET/WHY und m&m production; Kleine Sperlgasse 2a, Tempelgasse, 1020 Wien Dieses „Räume um Räume aufmachen“ bewirkt etwas.  (W)ORTE-Stadtschreiben wird  aufmerksamer, weiter, tiefer im Versuch, das Textgewebe der Stadt aufzugreifen, sichtbar zu machen, weiterzuspinnen. Text und Textil […]
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  • Text und Raum, Weben und Wirken

    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.