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Kategorien-Archiv: Stadt

barock bewegt

Wenn ich durch Städte flaniere, gehe ich üblicherweise in Kirchen. Vielleicht ein Kunsthistorikerinnen-Reflex, mehr aber die Sehnsucht nach Stille, nach Unterbrechung. Kirchen sind für mich Refugien. Dort bin ich ungestört, kann fraglos einfach da sein. Die Barockkirchen lasse ich auf meinen Wegen allerdings weitgehend aus. Zu viel Prunk, zu viel Gold, zu viel Schein. Zu […]
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Viktor Adler Markt, 1100 Wien

Hellblaue Bademäntel hängen zwischen gemusterten Haushaltsschürzen, falschen Leder- und verzierten Jeansjacken. Ein Kilogramm Kuheuter kostet zwei Euro, das Kopffleisch vier Euro. Einer will einen Pansen, der andere nimmt lieber ein Herz. Aus Liebe zur Tradition, alarmgesichert und videoüberwacht. Personalalarm und Panikalarm sind heute im Angebot (mit drei Rufzeichen) und kosten nur zwölf Euro. Auch der […]
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Biografische Einschreibungen in Wiener Kaffeehäuser

Meine Biografie könnte ich – wie wahrscheinlich viele Menschen in Wien – in großen Teilen entlang von Kaffeehäusern erzählen. Der Schriftsteller Herbert J. Wimmer entwirft im Gedicht „café gerstl“ ein Gesprächsnetz mit  Elfriede Gerstl „im café-gedicht als mindmap einer kommunikation und ihrer verteilung über die stadt der gesprächsorte mit elfriede erscheinen cafés die es noch […]
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Bratislavaflanerie

Nur ein wenig die Donau ostwärts. Mit der Schnellbahn, mit dem Auto keine Stunde entfernt: Bratislava. Und überhaupt sehr nahe. Eine Vertrautheit, ein Gefühl von „Zu-Hause-sein“ stellt sich ein, das ich schon aus Ljubljana und Zagreb kenne. In einem Interview zum 60-jährigen Bestehen der EU machte sich der Schriftsteller Peter Menasse in einem Interview Gedanken […]
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Wiedner Wege

Das langsame Hineinwachsen in die Stadt, so ein Gefühl, in der Stadt zu Hause zu sein, beginnt früh – in einem Hof im 4. Bezirk, unter einem Kastanienbaum an der Klopfstange hängend, kopfüber schaukelnd, bis das Kastaniengrün, das Häusergrau und das Himmelblau verschmelzen und die Welt sich dreht. Erste Wege, alleine gegangen, führen über die […]
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Erinnerungsprojekte verbinden. (W)ORTE-Stadtschreiben mit never/forget/why

„Ein Prozess, der Räume um Räume aufmacht, wie jedes Erinnern.“ (Gertrude Moser -Wagner zu dem Projekt Veza lebt) Eine Kooperation von (W)ORTE-Stadtschreiben, NEVER/FORGET/WHY und m&m production; Kleine Sperlgasse 2a, Tempelgasse, 1020 Wien Dieses „Räume um Räume aufmachen“ bewirkt etwas.  (W)ORTE-Stadtschreiben wird  aufmerksamer, weiter, tiefer im Versuch, das Textgewebe der Stadt aufzugreifen, sichtbar zu machen, weiterzuspinnen. Text und Textil […]
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Die Kunst der Begegnung – über den Journalisten, Autor und Reisenden Uwe Mauch

Uwe Mauch ist viel unterwegs, täglich überquert er mit seinem Fahrrad oder mit der Schnellbahn die Donau auf dem Weg von seiner Wohnung in Floridsdorf in die Zeitungsredaktion. Dieses Unterwegs-sein macht ihn sensibel für die Wahrnehmung mentaler Grenzen in einer Stadt: „Die Donau ist so eine Grenze. Floridsdorf ist für viele Wiener weit weg. Und […]
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Mehr als eines wird zur Sammlung

Alexander Ortel sammelt schwere Dinge. Immer wieder frage ich mich, ob er die Dinge sucht oder einfach findet, oder die Dinge ihn finden. Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, eines geht ins andere über. Er hat eine Aufmerksamkeit für Dinge, einen Blick für Formen, Materialien, Funktionen. Die Dinge werden von ihm gefunden, […]
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Refugien

„Keine Chance in Berlin zum Kirchgänger zu werden, zu spärlich sind die Kirchen gesät. Während ich in Wien oder in Rom an jeder Ecke ein Kreuz schlage, suche ich hier Geborgenheit in Kneipen, ohne mein metaphysisches Bedürfnis stillen zu können. Zeitungslektüre bei Latte Macchiato oder das Sonntagsfrühstück in der Eckkneipe sind kein Ersatz für den […]
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(W)ORTE

Irgendwann, zwischen dem ersten Stadtschreiben im Mai, „aufgelesen“ und dem zweiten Stadtschreiben an einem Julinachmittag „blau machen oder das Stück Himmel über mir“, habe ich Ort im Wort entdeckt. Die Essenz des Stadtschreibens in ein,  in zwei Worte gefasst: (w)orte. Dieses Hin und Her, von den Orten zu den Worten weitet und breitet sich aus […]
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  • Text und Raum, Weben und Wirken

    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.