Zweimal habe ich den Film „Die Frau mit den fünf Elefanten“ von Vadim Jendreyko über die Übersetzerin Svetlana Geier gesehen, und ich freue mich schon auf die DVD, die im Herbst erscheinen wird.
Bilder und Gedanken begleiten mich. Svetlana Geier bügelt, streicht mit der Hand über die gebügelten weißen Tischdecken und spricht darüber, dass „Text“ und „Textil“ denselben Stern haben, wie einzelne Fäden ein Gewebe ergeben, und dass es immer um das Ganze geht.
Ihre Arbeit, ihr Alltag, ihr Lebenslauf sind eng miteinander verwoben. „Ich übersetze und dann muss ich die Wäsche waschen, und dann muss ich einen Kuchen backen und dann sind die Kinder da“. Berührend und faszinierend ist ihre Liebe zu den Worten, ihre Liebe zum Leben, ihre Art, über den Tod zu sprechen und die Achtsamkeit, mit der sie übersetzt, einkauft, kocht, bügelt, nachdenkt, spricht.
In einem Interview nach ihrer Übersetzungstheorie gefragt, antwortet sie: „Wahrscheinlich habe ich eine. Wahrscheinlich hängt das mit meiner Auffassung von Sprache zusammen, die genauso altmodisch ist wie meine gesamte Lebensführung“. An dem Ausdruck „altmodisch“ bin ich hängengeblieben. Sind die Langsamkeit und Behutsamkeit, mit der sie ein Buch verinnerlicht, altmodisch? Sind die Liebe und die Achtsamkeit Worten, Tätigkeiten, Ereignissen, Menschen und Dingen gegenüber altmodisch? Die Genauigkeit des Denkens?
„Die Sprache ist nicht etwas, was von links oben nach rechts unten läuft, sondern sie ist etwas Räumliches, und diese Räume muss man irgendwie abschreiten.“
Es ist eine große Bereicherung, mit ihr im Film von Vadim Jendreyko einige dieser Räume zu begehen.
(Die Zitate von Svetlana Geier sind aus dem Buch. Swetlana Geier, Ein Leben zwischen den Sprachen. Russisch-deutsche Erinnerungsbilder. Aufgezeichnet von Taja Gut. Pforte Verlag, 2008, Dornach)
Zweimal habe ich den Film „Die Frau mit den fünf Elefanten“ von Vadim Jendreyko über die Übersetzerin Svetlana Geier gesehen, und ich freue mich schon auf die DVD, die im Herbst erscheinen wird.
Bilder und Gedanken begleiten mich. Svetlana Geier bügelt, streicht mit der Hand über die gebügelten weißen Tischdecken und spricht darüber, dass „Text“ und „Textil“ denselben Stern haben, wie einzelne Fäden ein Gewebe ergeben, und dass es immer um das Ganze geht.
Ihre Arbeit, ihr Alltag, ihr Lebenslauf sind eng miteinander verwoben. „Ich übersetze und dann muss ich die Wäsche waschen, und dann muss ich einen Kuchen backen und dann sind die Kinder da“. Berührend und faszinierend ist ihre Liebe zu den Worten, ihre Liebe zum Leben, ihre Art, über den Tod zu sprechen und die Achtsamkeit, mit der sie übersetzt, einkauft, kocht, bügelt, nachdenkt, spricht.
In einem Interview nach ihrer Übersetzungstheorie gefragt, antwortet sie: „Wahrscheinlich habe ich eine. Wahrscheinlich hängt das mit meiner Auffassung von Sprache zusammen, die genauso altmodisch ist wie meine gesamte Lebensführung“. An dem Ausdruck „altmodisch“ bin ich hängengeblieben. Sind die Langsamkeit und Behutsamkeit, mit der sie ein Buch verinnerlicht, altmodisch? Sind die Liebe und die Achtsamkeit Worten, Tätigkeiten, Ereignissen, Menschen und Dingen gegenüber altmodisch? Die Genauigkeit des Denkens?
„Die Sprache ist nicht etwas, was von links oben nach rechts unten läuft, sondern sie ist etwas Räumliches, und diese Räume muss man irgendwie abschreiten.“
Es ist eine große Bereicherung, mit ihr im Film von Vadim Jendreyko einige dieser Räume zu begehen.
(Die Zitate von Svetlana Geier sind aus dem Buch. Swetlana Geier, Ein Leben zwischen den Sprachen. Russisch-deutsche Erinnerungsbilder. Aufgezeichnet von Taja Gut. Pforte Verlag, 2008, Dornach)
www.5elefanten.ch