Eine Leere, eine Fülle

Am liebsten habe ich ein weißes Blatt, manchmal habe ich Lust auf grün, orange, gelb, seltener auf blau. Manchmal ist es fest und glatt, fühlt sich in der Hand gut an, manchmal ist es eine Seite in einem Heft, ein anderes Mal einfach ein kariertes Blatt in einem College-Block.

Immer ist das leere Blatt Papier ein Raum für sich, ein Raum für mich, ein Denkraum, ein Handlungsspielraum. Ein Raum um mich auszuruhen. Ein Raum für meine Träume, Wünsche, Veränderungen. Auf dem Papier ist alles möglich. Die wiederkehrenden alten Geschichten können neu geschrieben werden, eine andere Fortsetzung, ein „happy end“ bekommen. Alles, was in Worte gefasst und aufgeschrieben wird, ist der Beginn einer Realisierung. Auf dem Papier kommen die Ideen und Wünsche in die Welt. Auf ein Blatt Papier zu schreiben ist einfach, jederzeit und überall möglich.

Die Leichtigkeit eines Blattes belastet mich nicht. Papier hat etwas Flüchtiges, Vergängliches. Von einem verbrannten Blatt Papier bleibt nur ein Hauch von Asche.

Ich kann es voll schreiben, oder die Leere genießen, manchmal in grün, orange oder gelb, seltener in blau, am liebsten in weiß.

 

(Danke an Isabelle Schützenberger für das Foto)

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  • Text und Raum, Weben und Wirken

    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.