Zeitspuren

1
Alle diese Jahre, Monate, Tage, Augenblicke, Gedanken, Worte.
Alle diese Schritte, Wege, Orte.

 

2
Schreiben: verdichten, ausdehnen, festhalten. Entlang des gemeinsamen Wortursprungs von Text und Textil, lateinisch texere, verbinden, verknüpfen. Beobachtungen, Gedanken, Gefühle, Worte, Sätze verweben.

 

3
Meine Großmutter hat Tag für Tag in ein kariertes Heft mit blauem Kugelschreiber notiert, wie das Wetter war, was sie gekocht hat.

1. April, den ganzen Tag trüb, Grießnockerlsuppe, Erbsenreis, Salat
2. April, 16 Grad Regen, um 11 Uhr Gewitter, Kürbis, Erdäpfel, Fleisch
3. April, Sonntag, waren essen, um 11 Uhr kam die Sonne
4. April, klares Wetter, Paprikaschnitzel mit Heurigen, Salat

Und so weiter ….

 

4
Wenn alle Tag
Montag Knödeltag,
Dienstag Nudeltag,
Mittwoch Strudeltag,
Donnerstag Fleischtag,
Freitag Fasttag,
Samstag Zahltag,
Sonntag Lump’ntag wär,
dann wär ma lust’ge Leut.

 

5
Die Pflanzenbezeichnung „Zeitlose“ meinte ursprünglich sehr frühe Frühlingsblumen und bedeutet eigentlich „nicht zur richtigen Zeit blühende Blumen“. Seit dem 16 Jahrhundert wurde der Name auf die spät blühende Herbstblume übertragen, die seit dem 18. Jahrhundert Herbstzeitlose genannt wird.

 

 

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  • Text und Raum, Weben und Wirken

    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.