Trnava

Ich sitze neben der Kirche des heiligen Michael.
Die Glocken läuten.
Die Sonne wärmt.
Ich warte auf Thomas.
Die Krokusse blühen,
erinnern mich an meinen Kindheitsgarten.
Meine Hüfte tut weh.
Das Licht ist milchig.
Die Glocken läuten noch immer.
Ich weiß nicht, ob die Säule vor mir
eine Pest,- Dreifaltigkeits- oder sonstige Säule ist.
Wozu haben wir dich Kunstgeschichte studieren lassen?
Ich erkenne keine Heiligen.
Wahrscheinlich interessieren sie mich zu wenig.
Einer hält eine goldene Lilie in den Himmel.
Die Mülltonnen sind blau.
Worte auf Papier geben mir sofort ein Dach über dem Kopf.
Ich freue mich auf Thomas,
In der Kirche wird gebetet,
in der ehemaligen Synagoge Kaffee getrunken.
Die Menschen gehen ihre Wege.
Nach sieben Stunden in dieser Stadt habe ich auch meine Wege,
von der Mitte an die Ränder.
Der Tag dehnt sich aus.
Langsam wird es kalt.
Ich bin hier und alles ist jetzt.
Gedanken an Edith Eva Eger und Kosice.
Thomas kommt.

 

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    Diese Begriffe sind meine Arbeit, meine Sehnsucht, mein Zuhause, mein Weg, meine Gestaltungsmöglichkeit, meine Begabung, meine Herausforderung.